Tipps gegen Hitze

Die Hitzewellen werden auch in den nächsten Jahren nicht abnehmen. In Städten wie z.B. Wien ist die Hitze sehr schwer zu ertragen, da viel Grün verschwindet und viel gebaut wird. Beton reflektiert auch noch abends die Hitze.

Hier ein paar Tipps:

1. Frische Minze im Getränk

Um bei extremer Hitze den Flüssigkeit- und Elektrolythaushalt auszugleichen, sind Mineralwasser, kühler bis lauwarmer Grüner Tee oder Minz-Tee empfehlenswert. Auch selbstgemachte Elektrolyt-Getränke aus einem Teil Saft, zwei Teilen Wasser und einem Gramm Salz pro Liter sind immer gute Tipps zum Weitergeben.

Frische Minze in Wasser, Saft oder Tee ist übrigens sehr empfehlenswert: Sie unterstützt den Körper beim Kühlungsprozess. Eiskalte Getränke sind hingegen kontraproduktiv, da der Körper mehr Energie aufwenden muss, um sie im Verdauungstrakt wieder zu erwärmen.

2. Wässriges Obst statt Wiener Schnitzel

Trinken Sie nicht nur Wasser – essen Sie es auch! Schwere und fettige Speisen bringen Sie nur noch mehr zum Schwitzen. Bestens geeignet sind hingegen frische Früchte mit hohem Wasseranteil, rohes Gemüse und Salate. Diese gleichen zudem auch den Mineralstoffverlust durch das Schwitzen aus. Ein bisschen stärker nachsalzen als sonst hilft ebenfalls bei der Zufuhr von Mineralstoffen.

3. Kühle Fußbäder

Kühlen mit Wasser, ja bitte – aber an den richtigen Stellen! Wer seine Zeit nicht gerade im Freibad verbringt, kann mit unseren coolen Tipps nachhelfen. Ein kühles (nicht eiskaltes) Fußbad wirkt äußerst wohltuend und hilft, sich trotz Hitze zu entspannen. Regelmäßig kaltes Wasser über Handgelenke und Unterarme fließen lassen, eignet sich ebenfalls und hält zusätzlich den Kreislauf in Schwung.

4. Mit leichter Decke schlafen

Eine lauwarme Dusche, ein gekipptes Fenster, kurze leichte Baumwollkleidung und ein Leintuch zum Zudecken – so sieht die ideale Strategie für guten Schlaf trotz Hitze aus. Wer nackt oder gar ohne Decke schläft riskiert eine Erkältung – dasselbe gilt bei zu viel Zugluft durch ein sperrangelweit geöffnetes Fenster. Die lauwarme Dusche kühlt den Körper vor dem zu Bett gehen sanft ab, ohne ihn anzustrengen. Ventilatoren oder Klimaanlagen sollten nachts ausbleiben. Kühlen Sie den Raum lieber erst ab und schalten Sie die Geräte vor dem Schlafen aus.

5. Temperaturunterschiede klein halten

Wechseln Sie mehrmals von draußen nach drinnen, sollte der betretene Raum nicht mehr als 5 Grad Celsius kälter sein – größere Temperaturunterschiede sind für den Körper nur zusätzliche Anstrengung. Platzieren Sie sich außerdem nicht direkt vor die Klimaanlage – die Gefahr einer Erkältung ist groß. Lieber ein wenig schwitzen, als krank werden, oder?

6. Ausnahmsweise faul sein

Bei Temperaturen jenseits der 35°C-Marke ist es ausnahmsweise empfehlenswert, sich tagsüber wenig zu bewegen – gerade wenn der Kreislauf nicht mitzuspielen scheint. Verlegen Sie körperliche Aktivitäten in die kühleren Morgen- und Abendstunden. Wer heiße Temperaturen nicht gewohnt ist, sollte Sport in der Sonne unbedingt meiden – die Gefahr eines Hitzeschlags ist nicht zu unterschätzen.

7. Den Kopf vor UV-Strahlen schützen

Verbringen Sie trotz Affenhitze Zeit im Freien, sollten Sie nicht auf die Kopfbedeckung vergessen! Die UV-Strahlen können die Schädelknochen durchdringen und Entzündungsreaktionen hervorrufen – auch bekannt als Sonnenstich. Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen sind die harmloseren Symptome – im schlimmsten Fall drohen Bewusstseinsstörungen, Herzrasen, komatöse Zustände und Kreislaufzusammenbruch. Besteht ein Verdacht auf Hitzeschlag: Ab zum Arzt!

8. Rechtzeitig Grenzen erkennen

Haben Sie bereits „Sterne“ vor den Augen, ist das ein deutliches Warnsignal: Raus aus der Sonne, Stillsitzen und langsam trinken ist angesagt. Ein weiteres Zeichen für das Überhitzen des Körpers ist plötzlicher Schüttelfrost. Auch hier sollte dringend eine Ruhepause eingelegt werden. Sollten unsere Tipps keine Besserung verschaffen, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

 

Tipps gegen die Hitze für Babys

1. Direkte Sonne meiden

Längere Aufenthalte in der direkten Sonne sind für Babys bis zu einem Jahr tabu. Die empfindliche Haut ist noch nicht ausreichend geschützt – sie vertragen daher deutlich weniger UV-Strahlen als ältere Kinder und Erwachsene. Neugeborene sollten bei besonders großer Hitze generell eher zu Hause bleiben – sie können ihre Körpertemperatur noch nicht regulieren. Ab der zweiten Lebenswoche kann damit begonnen werden, zu den kühleren Tageszeiten auch mal kurz hinauszugehen. Vermeiden Sie jedoch vor allem die Mittagszeit!

2. Sonnencremes verboten!

Die Haut von Neugeborenen ist deutlich dünner als die von Erwachsenen. Die in Sonnencreme enthaltenen Stoffe können daher leichter in die Haut eindringen und zu Reizungen führen. Sie sollten daher auf spezielle Sonnencremes für Babys zurückgreifen oder im Zweifelsfall Ihren Arzt zu Rate ziehen. Ist das Baby schon etwas älter,  können Sonnencremes mit mineralischem Schutz aufgetragen werden.

3. Wasser erst ab Beikostgabe

Unabhängig von der Außentemperatur brauchen vollgestillte Babys keine zusätzliche Flüssigkeit – die Muttermilch ist absolut ausreichend. Zusätzliche Getränke können ihren Hunger bremsen oder sie zukünftig das Stillen ablehnen lassen. Meist verlangt Ihr Baby bei Hitze einfach öfter nach der Brust – trinkt aber dementsprechend  bei jedem Durchgang nur kleinere Mengen. Dies gilt auch für Säuglinge, die mit der Flasche ernährt werden. Sollte das Baby so viel Durst haben, dass kurzfristig keine Muttermilch mehr vorhanden ist, kann zusätzlich eine kleine Menge abgekochtes Wasser gegeben werden.

Wird dem Baby bereits Beikost gegeben, werden folgende tägliche  Mengen an Flüssigkeit empfohlen:

  • Babys ab dem 4. Monat: Etwa 0,5 Liter
  • Kinder von 1 bis 4 Jahren: Etwa 1 Liter
  • Kinder über 4 Jahren: Mindestens 1 Liter

Empfohlen werden Leitungswasser (sofern der Nitratgehalt unter 50 mg pro Liter liegt), Mineralwasser (ohne Kohlensäure), ungesüßte Tees und stark verdünnte Obst- und Gemüsesäfte. Milch zählt nicht als Getränk, sondern als (flüssige) Nahrung! Hoffentlich selbstverständlich: Koffeinhaltige Getränke und Softdrinks sind strikt verboten.

4. Baumwollshirt statt Nicki-Strampler

Der Irrglaube, Säuglinge müssten immer besonders warm angezogen sein, hält sich hartnäckig. In Wahrheit gilt: das Baby niemals wärmer anziehen, als sich selbst! Ein Strampler bei tropischen Temperaturen ist viel zu heiß. Greifen Sie lieber auf Baumwoll-Kleidung zurück – diese ist luftiger und saugt den Schweiß am besten auf. Dies verhindert auch das Entstehen von Hitzepickel.

Wenn Sie zu Hause sind: Lassen Sie bei warmen Temperaturen ruhig mal die Kleidung ganz weg! Nackt strampeln ist für Babys nicht nur erfrischend – es lässt ihre zarte Haut atmen und verhilft zu einem besseren Körpergefühl.

5. Kinderwagen statt Tragetuch

Was ergibt ein luftundurchlässiges Tragetuch in Kombination mit Mutters Körperwärme? Richtig – noch mehr Hitze. Ist es heiß draußen, ist der schattige Kinderwagen also zu bevorzugen. Überprüfen Sie gelegentlich, ob der Kinderwagen nicht zu stickig ist und Ihr Baby bei Hitze nicht zu viel schwitzt.

6. Kein kühles Nass für Babys

Ein weiterer Nachteil der mangelnden Wärmeregulation bei Babys: Sie kühlen genauso schnell aus, wie sie sich erhitzen. Vom Baden in kalten Gewässern wird daher abgeraten. Wenn Sie Ihrem Baby eine Abkühlung gönnen wollen, kann ein feuchtes Tuch oder Waschlappen Abhilfe schaffen.

7. Keine Zugluft beim Schlafen

Für einen erholsamen Schlaf sollte das Baby weder stark schwitzen noch frieren – die perfekten Schlafbedingungen zu schaffen ist beinahe eine eigene Wissenschaft. Ist es auch nachts noch warm draußen, ist ein offenes Fenster – sofern es nicht zum Bettchen zieht – durchaus in Ordnung.

Ventilatoren erzeugen nur Zugluft, was einen kühlenden Effekt hat – das eingeschaltete Gerät erhöht dabei höchstens die Raumtemperatur, anstatt sie zu senken. Da abgeraten wird, Babys Zugluft auszusetzen, können Sie sich diese im Kinderzimmer daher getrost sparen. Dicke Decken sind für Ihr Baby bei Hitze ebenfalls nicht empfehlenswert – greifen Sie lieber zu dünnen Baumwollschlafsäcken.

Quelle: netdoktor.at

 

 

 

 

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